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Griechenland und Albanien – Eine Grenzbegehung
Einblicke in Geschichte und Kultur einer jahrtausendealten Nachbarschaft

8-tägig: Samstag, 27. April bis Samstag, 4. Mai 2019
mit Besuch einer griechisch-orthodoxen Osternacht        
Plätze: maximal 18 Personen
Kosten: Preis pro Person im Doppelzimmer 1380.-
Preis pro Person im Einzelzimmer 1580.-

 mehr Informationen und Programm

Die Reise ist eine Grenzbegehung im wirklichen und im übertragenen Sinn. Sie gibt Einblicke in Geschichte und Kultur einer jahrtausendealten Nachbarschaft und greift aktuelle Fragen zur politischen und wirtschaftlichen Situation der beiden Nachbarländer auf. Thematisiert werden historische und aktuelle Konflikte und Chancen, soziogesellschaftliche Veränderungen, das Verhältnis von Land- und Stadtbevölkerung, das Kulturleben, Bildungsangebote und der neue Stellenwert der Religionen.

Während Griechenland seit 1981 Mitglied der Europäischen Union ist und als solches in jüngster Zeit schwierige wirtschaftliche Verwerfungen erlebt, war Albanien durch die Diktatur unter Enver Hodscha fast fünfzig Jahre vom Rest der Welt völlig abgeschlossen. Es erlebte den Bruch mit der Sowjetunion, war zeitweise nur mit China wirtschaftlich verbunden und wurde - dem Blick der europäischen Öffentlichkeit entzogen - zum „Armenhaus“ mitten auf dem europäischen Kontinent. Heute, rund 25 Jahre nach der „Öffnung“ weiss die junge Generation in der Schweiz nicht mehr, dass man während fast 50 Jahren weder nach Albanien ein- noch aus Albanien ausreisen konnte. Gegenwärtig verändert sich das Land in rasanten Schritten. Die Albanerinnen und Albaner bauen intensive kulturelle und wirtschaftliche Kontakte zum Ausland auf. Beeindruckend ist die Sprachenkundigkeit der Bevölkerung. Noch immer kann man sich in weiten Teilen Albaniens auf Italienisch durchschlagen, Englisch ist heute durch den Sprachunterricht an der Schule weit verbreitet, und in grossen Teilen des Landes vor allem südlich von Tirana, kann man oft Griechisch sprechen, dies nur zu einem geringen Teil wegen der griechischsprachigen Minderheit in Albanien, sondern vor allem, weil – allen politisch-historischen Spannungen zum Trotz - fast ein Drittel! der albanischen Bevölkerung in Griechenland als Gastarbeiter ihr Geld verdient, was aber seit der Wirtschaftskrise in Griechenland zunehmend schwieriger wird.

Die Reise führt durch abwechslungsreiche und zum Teil unberührte Landschaften, zu historisch bedeutenden, wirtschaftlich und kulturell wichtigen Zentren und zu jahrtausendealten antiken Orten im Gebiet von Nordostgriechenland, Süd-, Zentral- und adriatischem Albanien.